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Historische Behandlungsmöglichkeiten

Körpergeruch – eines der ältesten Probleme der Menschheit.

Bereits die Naturvölker Afrikas badeten sich in Aloe Vera zur Beseitigung der Hautgerüche. Dieses Bad diente weniger der Körperpflege. So konnten sie bei der Jagd Ihrer Beutetiere nicht mehr gewittert werden.

Ägypter
Die alten Ägypter schätzten Wohlgeruch und Reinlichkeit. Jeder, der es sich leisten konnte, duftete. Körperhaare waren generell unbeliebt und so entfernten sie sich sorgfältig sämtliche Behaarung. Auch machten die Ägypter die Erfahrung, dass das Entfernen der Achselhaare die Geruchsentwicklung start vermindert. Zusätzlich rieben sie sich die Achselhöhlen mit Zitronen- und Zimtöl ein. Sie badeten mehrmals am Tage, hüllten sich in frische Gewänder aus Leinen. Bei Feierlichkeiten trugen die Ägypter gerne einen mit Duftstoffen angereicherten Salbkegel auf dem Kopf. Dieser wachsartige, duftende Kegel schmolz durch die Körperwärme und lief über Kopfhaut, Haar und Körper und verbreitete so einen lang anhaltenden Wohlgeruch.

Römer
Für die Römer waren die Badeanlagen Zentren der Körperpflege. Ovid, ein Dichter, gab auch praktische Ratschläge zur allgemeinen Schönheitspflege: "Fast hätt' ich noch gemahnt, auf Achselhöhlen zu achten und dass kein stechendes Haar borstigen Waden entsprießt".

Griechen
Die Griechen übernahmen die Sitte des Badens von den Ägyptern, und liebten Wohlgerüche und feine Duftessenzen. Für jeden Körperteil benutzten sie einen anderen Duft. Zimt und Myrrhe für Füße und Beine, Palmöl für Hals und Brust, Minzöl für die Arme, Majoran für Augenbrauen und Haar, Thymian für Knie und Nacken. Orpiment, ein arsenhaltiges Produkt, wurde zur Haarentfernung benutzt.

Orient
Der Orient übernahm das System der römischen Thermen, und entwickelte den Hamam. Schwitzen, einseifen, massieren und Körper - Peeling reinigten damals wie heute den Körper, den Geist und die Seele. Kaltgepresstes Olivenöl war die meist verwendete Zutat. Die Körperenthaarung wurde im Orient mittels Halwa (=Zuckern) vorgenommen. Halwa , eine warme Paste aus Zucker und Zitronensaft, wird auf die Haut aufgetragen, Stoffstreifen werden fest darauf gepresst und dann rasch abgezogen.

Mittelalter
Im Mittelalter ließ Karl der Grosse (742-814) Salbei anbauen und erwähnte seine schweißhemmenden Eigenschaften. Er erließ sogar eine Vorschrift, wonach Salbei in allen Klostergärten angebaut werden musste. Die Badehäuser im Mittelalter dienten mehr als Ort der Vergnügung und Entspannung als der der Reinigung. Im frühen Mittelalter ging das allgemeine Badewesen vorübergehend verloren, da die Kirche die Beschäftigung mit dem eigenen Körper strikt ablehnte. Eine neue Welle der Badekultur, kam mit der Heimkehr der Kreuzritter, nach Europa. Im Orient hatten sie wohlriechende Badeprozeduren und wunderschön verzierte Bäder kennen gelernt. Der 30-jährige Krieg und die Ausbreitung der Pest führten schließlich wieder zu massenhaften Schließungen der Bäder, da diese für gefährliche Orte der Ansteckung gehalten wurden.

Renaissance
In der Renaissance wurde das Baden in den höher gestellten Schichten verabscheut. Mit Puder und Duftwässerchen versuchten sie den Körpergeruch zu übertünchen und die Menschen stanken furchtbar, die feinen Damen der Gesellschaft tranken literweise Veilchenwasser, damit ihr Urin duftete.

Barockzeit
An den Fürstenhöfen des Barock zählte nur die künstliche Schönheit, natürliche Haut zu zeigen galt als unschicklich und so setzte man auf Puder statt auf Körperpflege. Auf das tägliche Bad und Seife wurde verzichtet und man puderte sich stattdessen von oben bis unten in dicken Schichten ein. Die Ausdünstungen des Körpers wurden aber nur unzureichend überdeckt.

Neuzeit
Im 19. Jahrhundert rieben sich Frauen mit einer Lösung aus Ammoniak und Wasser die Achselhöhlen ein, da Körpergeruch überaus verpönt war. Das Ammoniak brannte höllisch und reizte die Haut.

 


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