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Chirurgischer Eingriff

Als letzte Möglichkeit bleibt der operative Eingriff.

Meist als letzte Verzweiflungstat lassen sich viele Hyperhidrotiker operieren. Doch die Operationen sind keine Wundermittel. An der gesamten Schweißmenge eines Menschen kann man nichts ändern. Bei diesen risikoträchtigen und schmerzhaften operativen Eingriffen kann niemals völlige Trockenheit garantiert werden. Dieser Schritt sollte sehr gut überlegt werden, unangenehme Begleiterscheinungen, Komplikationen und Nebenwirkungen sollten dem Patienten bewusst sein. Erst wenn alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten nicht zufrieden stellend waren, eine extreme Beeinträchtigung der Lebensqualität besteht, und nur gut und ausreichend informiert, sollte der Patienten seine Einstimmung zu einer Operation geben. Mit einem Krankenhausaufenthalt oder einer Krankschreibung muss gerechnet werden.

Komplikationen
Abhängig von der Operationstechnik können neben den allgemeinen Narkoserisiken, folgende Nebenwirkungen und Komplikationen auftreten: Häufig auftretende Wundheilungsstörungen und große, verdickte, sichtbare Narben, Kompensatorisches Schwitzen, Unvollständige Schweißdrüsenentfernung, Einschränkungen der Armbewegung, Horner-Syndrom (veränderte Augenlidstellung und eine abnorme Verengung der Pupille), Pneumothorax (erschlaffte und komprimierte Lunge), unangenehme Trockenheit des operierten, betroffenen Gebietes im Alter, Hohe Rezidivraten. Der Eingriff muss wiederholt werden.

Schweißdrüsenexzision (Achselhaut-Ausschneidung)
Bei der radikalen Exzision, wird unter Vollnarkose, die Achselhaut mitsamt den Schweißdrüsen komplett herausgeschnitten. Es müssen eventuell mehrere Schnitte angebracht werden. Eine gesamte Entfernung der Achsel - Schweißfelder ist meist nicht möglich, da die Wunde sonst nicht mehr zugenäht werden könnte. Die OP ist risikoträchtig und schmerzhaft. Nebenwirkungen: Wundheilungsstörungen und lange, verdickte Narben können die Beweglichkeit der Arme beeinträchtigen. Kompensatorisches Schwitzen kann auftreten und nach einigen Jahren kann es zu einem wiederauftreten der Hyperhidrose (Reinnervation) kommen. Dieser Eingriff bietet selten völlige Trockenheit. Allg. Operationsrisiken.

Schweißdrüsenkürettage (Schweißdrüsenausschabung in der Achsel)
In örtlicher Betäubung wird über kleine Hautschnittzugänge die Hautunterseite ausgeschabt. Die Nervenausläufer, die die Schweißdrüsen versorgen, werden durchtrennt. Nebenwirkungen: Wundheilungsstörungen und unvollständige Schweißdrüsenentfernung, allg. Operationsrisiken.

Schweißdrüsensaugkürettage (Liposuction; Fettabsaugung in der Achsel)
In örtlicher Betäubung werden die Schweißdrüsen durch kleine Hautschnitte aus den Achselhöhlen abgesaugt. Die Nervenausläufer, die die Schweißdrüsen versorgen, werden durchtrennt. Die Schweißproduktion kann auch hier nicht vollständig eingestellt werden. Die Schweißdrüsensaugkürettage kann gleichzeitig mit der Schweißdrüsenexzision (Achselhaut-Ausschneidung) durchgeführt werden. Nebenwirkungen: Wundheilungsstörungen und unvollständige Schweißdrüsenentfernung, allg. Operationsrisiken.

Endoskopische transthorakale Sympathektomie (Nervendurchtrennung)
In den letzten Jahren wurde die herkömmliche Sympathekomie (offene Operationstechnik mit langem Hautschnitt) durch die Endoskopische transthorakale Sympathektomie ersetzt. Der so genannte minimal - invasive Eingriff wird bei therapieresistenter Hyperhidrose angewandt. Durch einen kleinen Schnitt in der Achselhöhle verschafft sich der Chirurg mittels eines Endoskops, Zugang zu den betreffenden Ganglien. Die Nervenstränge, die die Impulse zur Schweißabsonderung an die Schweißdrüsen senden werden unterbrochen. Nebenwirkungen: Horners Syndrom, erfolgloser Eingriff, Pneumothorax, kompensatorisches Schwitzen, gustatorisches Schwitzen, allg. Operationsrisiken.

 


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