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Achselhaare

 

Verlieren Männer ihre Männlichkeit, wenn sie sich die Achselhaare rasieren?
Die meisten Frauen rasieren sich die Achselhaare nicht nur aus hygienischen Gründen regelmäßig weg. Von der Gesellschaft wird eine seidenglatte weiche Frauenhaut vorausgesetzt. Aber wie sieht es hier bei dem männlichen Geschlecht aus? Die Körperbehaarung gilt immer noch als Zeichen der Männlichkeit, weshalb sich Männer auch nie oder selten die Achsel- oder Beinbehaarung rasieren. Diese Ansicht ist aber meiner Meinung nach ziemlich verstaubt. Sollen sich Männer nicht auch dem Trend anschließen und sich wenigstens ihrer Achselhaare entledigen?

Die Bestimmung und Funktion der Achselhaare
Jeder Mensch hat Achselhaare. Diese haben die Bestimmung den Schweiß aufzufangen und Reibung unter den Achselhöhlen zu vermindern. In der Pubertät wachsen die Achselhaare, die Schweißdrüsen beginnen einen eigenen Duftstoff zu produzieren und Schweiß abzusondern.

Die Menge des Schwitzens hat nichts mit der Dichte oder Länge der Achselhaare zu tun.
Wie viel man schwitzt wird durch die Schweißdrüsen bestimmt. Es ist aber so, dass die Achselhöhlen warm und feucht sind und die Haare eine ideale Brutstätte und gute Lebensbedingungen für Bakterien sind. Schweißgeruch kann dadurch schneller und intensiver entstehen. Stechender Achselhöhlenduft wird von den meisten Menschen als unangenehm empfunden.

Eine regelmäßige Achselhaarentfernung ist nicht nur bei hohen sommerlichen Temperaturen empfehlenswert, sondern hat auch hygienische Vorteile. Die schweißzersetzenden Bakterien finden eine geringere Angriffsfläche vor. Auch ist das Auftragen eines Deos bei rasierten Achselhöhlen effektiver.

Achselhaare werden in verschiedenen Kulturen unterschiedlich betrachtet.
In einigen Ländern gelten sie als besonders anziehend und erotisch, während sie in anderen Ländern als eher abstoßend und höchst unhygienisch empfunden werden. Es gibt exotische Stämme, die sich sämtliche Körperhaare auszupfen - aber niemals die Achselhaare. Bei anderen Völkern ist es wiederum übliche, sich die Achselhaare auszuraufen. Auch die Ansichten verschiedener Religionen, Achselhaare ja oder nein, sind sehr unterschiedlich. Im Islam besagt ein Teil der Reinlichkeitsregeln, Männer und Frauen sollen ihre Schamhaare, Achselhaare, Finger und Fußnägel nicht Langwachsen lassen. Wobei die Regeln für die Körperpflege eines buddhistischen Mönches besagt, er solle sich Achselhaare und Schamhaare nicht ausrupfen.

Es gab und gibt viele verschiedene Methoden der Haarentfernung.
In Nordamerika wurden von Eingeborenen Muscheln als Pinzette verwendet, um sich die Barthaare auszuzupfen. Frauen in Amerika verwendeten Umschläge, die sie in ätzende Substanzen tränkten, um sich unerwünschter Behaarung zu entledigen.

Im 18. Jahrhundert erfand man das Rasiergerät mit wegwerfbaren Klingen und einige Jahre später führte man ein speziell für Frauen entwickeltes Gerät ein. Auch sollte eine Mischung aus zerkleinerten Eierschalen die man durch Hitze destillierte, im 18. Jahrhundert gegen unerwünschte Körperbehaarung wirken. Skurriler noch, dass pulverisierten Katzenkot mit Essig vermischt und aufgetragen wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Amerika pulverisiertes Haarentfernungsmittel vertrieben. Im 20. Jahrhundert entwickelte man Chemische Enthaarungsmittel wie bspw. Enthaarungscreme oder Enthaarungsschaum. Diese lösen die Proteinstruktur der Haare auf.

Im Orient nutzten die Frauen eine Mischung aus Zucker und Zitronensaft um lästige Haare los zu werden. In Brasilien gibt es viele Einrichtungen zur Kaltwachshaarentfernung. Mütter und Töchter gehen regelmäßig zu solch einem Enthaarungsritual.Heute hat man die Auswahl zwischen Heiß- und Kaltwachs. Wachs entfernt die Haare aus der Wurzel.

 


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